Das Jugendfestival hat eine Chance verdient!

Mehr Mut zu etwas Größerem: Das Jugendfestival hat eine Chance verdient, weil es um die Zukunft des Landkreises geht.

Als Kreistagsmitglied habe ich schon länger den Eindruck, dass der Politik immer mehr der Mut mangelt und sie sich meistens auf die Abwicklung von Verwaltungsakten beschränkt. Besonders bei der Mehrheit im Kreistag sowie bei einzelnen Ilmenauer Stadtratsmitgliedern, die sich zum Thema Jugendfestival äußern, nehme ich dies wahr (Berichterstattung Freies Wort „Warum das Jugendfestival ‚keine Chance‘ haben soll“, 07.03.2025). Ich möchte keinen Hehl daraus machen, dass die Rahmenbedingungen für den Landkreis und die kreisangehörigen Kommunen aufgrund mancher Gegebenheiten im Land und Bund sowie im Weltgeschehen nicht optimal sind. Nichtsdestotrotz dürfen wir als Kommunalpolitikerinnen und -politiker nicht den Mut verlieren, dennoch etwas Größeres möglich zu machen, weil wir alle an einem Ziel arbeiten: Einen lebenswerten und attraktiven Landkreis für alle Generationen zu schaffen. Wenn wir verhindern wollen, dass der Wegzug junger Menschen weiter zunimmt, müssen wir Erlebnisse für diese Zielgruppe erschaffen, die sie langfristig an den Landkreis binden. Auch wenn sie für eine kurze Zeit aufgrund ihrer Ausbildung oder eines Auslandsjahres nicht im Landkreis leben, sollte es unsere Motivation sein, dass sie gern zurückkommen und sagen: Hier möchte ich meine Familie gründen oder meinen Lebensmittelpunkt haben.

Das Jugendfestival ist eine Investition in unseren Landkreis, um junge Menschen aus dem gesamten Landkreis miteinander zu vernetzen und neue, positive sowie nachhaltige Erlebnisse zu schaffen. Dabei ist es wünschenswert, dass dieses Projekt konstruktiv, aber auch kritisch von allen Verantwortlichen begleitet wird. Es ist ein ambitioniertes Projekt, das über das Jahr 2025 hinaus fortleben soll, weshalb kontinuierlich an der Konzeption gearbeitet werden muss. Ich bin davon überzeugt, dass es mit dem Kreisjugendring als Dachverband im Landkreis und dem starken lokalen Ilmenauer Partner IKK sowie mit den Kinder- und Jugendbeiräten gelingen wird, etwas Großes auf die Beine zu stellen.